Stiften - Gutes Tun
Du bist kinderlos oder hast keine nahen Verwandten. Dann stellt sich die Frage: Was geschieht im Todesfall mit Deinem Nachlass? Wenn Du nichts regelst, erbt automatisch der Staat. Für viele Ruheständler ist das nicht der gewünschte Weg.
Warum eine Stiftung als Erbin sinnvoll sein kann
Eine Stiftung als Erbin einzusetzen, ist für solche Fälle eine gute Lösung – insbesondere dann, wenn Dein Vermögen einem guten Zweck dienen soll. Stiftungen verfolgen dauerhafte Ziele wie Hilfe für Kinder, Behinderte, Förderung von Bildung, Kultur oder Tierschutz.
So kannst Du sicherstellen, dass Dein Nachlass langfristig genau das bewirkt, was Dir persönlich wichtig ist. Eine eigene Stiftung ist allerdings mit erheblichem Beratungs-, Verwaltungs- und Kostenaufwand verbunden und daher nur bei sehr großem Vermögen sinnvoll.
Zustiften – oft die bessere Lösung
Für Deine Stiftungszwecke musst Du keine eigene Stiftung gründen. Du kannst einer bereits bestehenden Stiftung zustiften. Für die meisten Ruheständler ist das der einfachere und kostengünstigere Weg, mit dem Nachlass dauerhaft Gutes zu tun.
Mit der Zustiftung wird eine bestehende Stiftung als Erbin oder Vermächtnisnehmerin eingesetzt. Eine gute Übersicht seriöser gemeinnütziger Stiftungen findest Du auf der Website „Mein Erbe tut Gutes“.
Zustiften vor Ort: Bürgerstiftungen
Eine besondere Form des Zustiftens ist die Zustiftung in eine lokale Bürgerstiftung. Wenn Du Dich Deiner Heimatstadt verbunden fühlst, kannst Du so gezielt Projekte vor Ort unterstützen und bleibst mit Deinem Nachlass regional wirksam.
Welche Verpflichtungen übernimmt eine Stiftung als Erbin?
Setzt Du eine Stiftung als Erbin ein, wird sie Deine Gesamtrechtsnachfolgerin. Sie übernimmt damit – wie ein natürlicher Erbe – alle Rechte und Pflichten, etwa Bestattung, Nachlassabwicklung sowie die Erfüllung von Vermächtnissen und Auflagen.
Seriöse Stiftungen sichern eine professionelle und vertrauliche Abwicklung zu und bieten häufig persönliche Beratung an. Ergänzend können Dich auch auf das Stiftungs- und Erbrecht spezialisierte Rechtsanwälte unterstützen.
Nachlass frühzeitig ordnen – auch den digitalen
Wichtig ist: Am Ende wickeln fremde Menschen Deinen Nachlass ab. Deshalb solltest Du ihn zu Lebzeiten gut ordnen – auch Deinen digitalen Nachlass.