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Wohnen / Nachbarn – wissen, wer Recht hat!

Wenn der Frieden am Gartenzaun bröckelt

Jahrzehntelang war die Nachbarschaft vertraut. Vieles war stillschweigend geregelt oder freundlich abgesprochen. Doch die Zeiten ändern sich: Alte Nachbarn ziehen weg oder versterben, junge Paare und Familien kommen – planen An- und Umbauten, stellen alte Absprachen und Duldungen in Frage.

Über die Jahrzehnte hinweg wachsen auch Hecken, Sträucher und Bäume. Der Bewuchs vom Nachbargrundstück kann sich ausdehnen und stören. Musst Du das dulden?

Wo ist das Nachbarrecht geregelt?

Das Nachbarrecht wird teils im Bundesrecht und teils im Landesrecht geregelt. Grob gesagt:

Das Bundesrecht, insbesondere die §§ 906 ff. BGB , regelt das Verhältnis benachbarter Grundstücke. Es schützt Dich vor unzumutbaren Einwirkungen wie Lärm, Gerüchen, Rauch oder Erschütterungen. Ergänzend gilt § 903 BGB, der das Eigentumsrecht beschreibt.

Das Landesrecht (Nachbarrechtsgesetze der Bundesländer) regelt vor allem konkrete Fragen wie Grenzabstände von Pflanzen, Einfriedungen (Zäune, Hecken), Fensterrechte oder Überbau. Diese Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland ähnlich, aber nicht identisch. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben keine eigenen Nachbarrechtsgesetze; dort gelten stärker die allgemeinen zivilrechtlichen Vorschriften.

Nachbarrecht / Fallbeispiele

Für NRW informiert diese Broschüre (PDF zum Download). Dort findest Du typische Streitfälle im Kapitel III unter „ Häufige Fragen aus der Praxis “ und in Kapitel IV „ Beispielsfälle aus der Praxis “.

Du willst etwas umfassender ins private und öffentlich-rechtliche Nachbarrecht einsteigen? Dann ist z.B. die Website von smartlaw.de mit vielen praktischen Beispielen eine gute Orientierung.

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